Handelskammer und HWWI: Wirtschaft erholt sich von der Krise

Die Hamburger Wirtschaft erholt sich von der Coronakrise. Das geht aus dem aktuellen Konjunkturbarometer der Handelskammer und der Prognose des Hamburgischen WeltWirtschaftsInstituts hervor, die am Dienstag gemeinsam präsentiert wurden. Demnach liegt die Wirtschaft in der Hansestadt sogar über dem Bundesschnitt. Dies liege unter anderem an der breiten Branchenvielfalt in Hamburg und an der Internationalität der Stadt.

83 Prozent der von der Kammer befragten Unternehmen würden die aktuelle Geschäftslage als gut oder befriedigend bewerten. Im vergangenen Jahr waren dies noch 62 Prozent. Dennoch gebe es weiterhin große Herausforderungen für die Wirtschaft. Dazu zähle auch der Fachkräftemangel.

Bis 2035 würden bis zu 127.000 Fachkräfte fehlen, so Handelskammer-Hauptgeschäftsführer Malte Heyne am Dienstag. Zudem brauche es resilientere Lieferketten.

Laut HWWI sei in diesem Jahr in der deutschen Wirtschaft mit einem Wachstum von 2,5 Prozent zu rechnen und 2022 mit einem Wachstum von 3,5 Prozent. Damit werde das Vor-Corona-Niveau von Ende 2019 erst wieder im Laufe von 2022 erreicht, so Dirck Süß, Geschäftsführer des HWWI bei der Vorstellung des Konjunkturbarometers. Dieses soll auch in Zukunft um eine Prognose des Hamburgischen Weltwirtschaftsinstitut ergänzt werden. Anlässlich 50 Jahren Konjunkturbarometer zeigt die Handelskammer ab sofort auch eine Ausstellung.