Hamburg, 04.04.2020 02:21 Uhr

Gesellschaft


18:40 Uhr | 23.10.2019

Klima-Aktivisten ließen Räumungsfrist verstreichen

Vollhöfner Wald bleibt besetzt

Sie sind gekommen um zu bleiben. Die Klima-Aktivisten im Vollhöfner Wald haben die von der Polizei gesetzte Räumungsfrist heute um 12.00 Uhr verstreichen lassen. Gegen 14.00 Uhr teilten Beamte den Aktivisten die offizielle Auflösung des Lagers mit. Ob, oder wann sie dieses Räumen würden, ließ die Polizei offen. Für den Erhalt des Gebietes, wollen die rund 20 Personen im Wald bleiben: Die Gebiet gehört offiziell der Hamburger Hafenverwaltung. Diese hatte ursprünglich den Bau einer Logistik-Fläche geplant, was zu Protesten von Klimaschützern führte. Auch die "Klimaschutzinitiative Vollhöfner Wald", die einmal wöchentlich einen Waldspaziergang veranstaltet, um auf das Thema aufmerksam zu machen, unterstützt den Protest der Baumbesetzer. Bereits gestern hatte Umweltsenator Jens Kerstan zugesichert, dass bis 2023 kein Eingriff in den Altenwerder Wald erfolgen solle. Heute bekräftigte er diese Versprechen und bot den Aktivisten via Twitter einen Dialog an. Diesen Versprechen vertrauen die Aktivisten nicht und kritisieren einen zu großen Einfluss der Hafenbehörde auf den Senat. Hinter den Kulissen sorgt die Frage der Räumung bereits für Diskussionen bei Rot-Grün. Umweltsenator Kerstan äußerte sich klar dagegen. Koalitionspartner Tschentscher hingegen dafür. Offen bleibt, wie die Protagonisten nach den Bürgerschaftswahlen im Februar 2020 über die Situation im Vollhöfner Wald denken werden.

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