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Verstanden
Hamburg, 23.10.2019 15:48 Uhr

Gesellschaft


19:59 Uhr | 21.06.2019

Hamburger Politiker verurteilen den Vorfall

Spuckattacke auf zwei jüdische Geistliche

Am Donnerstag hat es auf dem Rathausmarkt eine Spuckattacke auf zwei jüdische Geistliche gegeben. Wie die Polizei bekannt gab, wurde ein 45-Jähriger Mann nach der Tat vorläufig festgenommen. Er soll die jüdischen Männer, die das Rathaus nach einer Veranstaltung verlassen wollten, bespuckt, bedroht und beleidigt haben. Weil keine Haftgründe vorlagen, wurde der Mann nach Abschluss der kriminalpolizeilichen Maßnahmen wieder entlassen. Der Staatsschutz hat die Ermittlungen übernommen. Hamburger Politiker zeigten sich bestürzt und verurteilen den Angriff auf den Landesrabbiner und das Vorstandsmitglied der Jüdischen Gemeinde in Hamburg. Marcus Weinberg, designierter Spitzenkandidat der CDU, sagte so etwas dürfe nicht passieren. "Wer einen Rabbiner angreift, greift uns alle an! Niemand darf aufgrund seiner Religion diskriminiert werden". Der Vorfall müsse nun aufgeklärt werden und deutliche Konsequenzen für den Angreifer haben. Der AfD-Fraktionsvorsitzende Dirk Nockemann nannte den Vorfall eine “abscheuliche Tat mitten am Tag und mitten im Herzen Hamburgs”. Dirk Kienscherf, Vorsitzender der SPD-Bürgerschaftsfraktion, zeigte sich entsetzt, "dass direkt vor dem Hamburger Rathaus diese widerliche, antisemitische Attacke stattgefunden hat”. Antisemitismus habe keinen Platz in unserer Gesellschaft und in unserer Stadt. Die Vorsitzende der FDP-Bürgerschaftsfraktion Anna von Treuenfels-Frowein sagte “alle Menschen jüdischen Glaubens müssen sich in unserer Stadt sicher fühlen, egal ob es sich um einen Rabbiner oder einen ‚einfachen‘ Kippa-Träger handelt.” Gegen jede Art von Antisemitismus müsse konsequent vorgegangen werden. Die innenpolitische Sprecherin der Grünen Bürgerschaftsfraktion Antje Möller sagte “In unserer Gesellschaft haben antisemitische Ausfälle keinen Platz”. Es sei die Pflicht von uns allen, die Augen vor solchen Geschehnissen nicht zu verschließen, sondern sich dem entschieden entgegenzustellen. Cansu Özdemir, Vorsitzende der Fraktion Die Linke, erklärte "Es ist bestürzend, dass Menschen jüdischen Glaubens immer noch Ziel solcher Angriffe werden".

 

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