Hamburg, 22.10.2017 12:12 Uhr

Blaulicht


Hamburg-Mitte

09:36 Uhr | 27.07.2015

Vier Personen festgenommen, auch Wasserwerfer waren vor Ort

*Aktualisiert* Polizeieinsatz beim KoZe

 

*Aktualisiert 17:30 Uhr* Ein Youtube-Video zeigt einen Teil des Polizeieinsatzes am Morgen:


 

*Aktualisiert 14:30 Uhr* Gegenüber Hamburg 1 schildern zwei Aktivisten des Kollektiven Zentrums die Vorgänge des frühen Morgens. "Es war der bewusste Versuch, die Situation zu eskalieren" sagt Thomas (Name von der Redaktion geändert), Wasserwerfer und Polizeiaufgebot hätten schon bereitgestanden. "Über unseren Mietvertrag wurde einfach drüber hinweg gegangen" ergänzt Anneliese (Name von der Redaktion geändert). Unverständnis herrscht bei den KoZe-Bewohnern auch über die Kommunikationspolitik der Finanzbehörde: "Die KuNaGe (Anm.d.R. Kunstlabor naher Gegenden e.V.) wurde am Freitagabend um halb 7 per email benachrichtigt. Das nimmt uns jede Handlungsmöglichkeit."


 

 

*Aktualisiert 13:10 Uhr* Rund zwei Hunderschaften der Polizei Hamburg waren am Morgen auf dem Gelände des Kollektiven Zentrums (KoZe) im Münzviertel im Einsatz. Laut Pressesprecher Holger Vehren, sicherten die Beamten eine Baumaßnahme ab, die der Investor auf dem Areal durchführen lässt. Dies offenbar nicht ohne Widerstand: vier Personen wurden bisher festgenommen. Es handele sich aber nicht um eine bevorstehende Räumung, so Vehren. Aktivisten des KoZe wollen sich um 17 Uhr zu einer Spontandemo in der Mönckebergstraße treffen.

 

 

Jörg Schröder von der Polizei Hamburg im Interview:



Seit mehr als einem halben Jahr werden die Räume der ehemaligen Gehörlosenschule von Aktivisten und Anwohnern bewohnt, zuerst ohne Genehmigung, später wurde ein offizieller Mietvertrag ausgehandelt (Hamburg 1 berichtete). Sie haben das KoZe ins Leben gerufen und verhandeln mit der Stadt über ein Bleiberecht, bisher allerdings erfolglos. Diese hatte das Areal an den Investor HBK verkauft, geplant ist der Bau von rund mehreren hundert Wohnungen. Der Abrissantrag für die ehemalige Schule wurde schon genemigt. Für die Freifläche gibt es offenbar auch schon ein Konzept zur Zwischennutzung. Gegenüber dem Hamburger Abendblatt sagte der Sprecher der Finanzbehörde, man prüfe auf dem Gelände die Unterbringung von Flüchtlingen.

 

Der innenpolitische Sprecher der CDU, Dennis Gladiator,  fordert die Kündigung des Mietverhältnisses: „Die Befürchtung, dass hier eine zweite ‚Rote Flora‘ entsteht, scheint sich leider zu bestätigen. Wenn schon die Vorbereitung von Bauarbeiten von der Polizei ermöglicht werden muss, bedarf es nicht viel Phantasie, um sich auszumalen, was im Falle einer Räumung passieren wird. Es kommt, wie es kommen musste und daran trägt der Senat eine gehörige Mitschuld. Wer polizeiliche Warnungen in den Wind schlägt und Räumlichkeiten Linksextremisten überlässt, darf sich nicht wundern, wenn die Situation eskaliert. Der Senat wäre gut beraten, keine Geschäfte mit Personen zu machen, die permanent das Recht brechen. Innensenator Neumann muss nun dafür sorgen, dass das Mietverhältnis beendet wird und den Weg freimachen für den Bau der dringend benötigten Wohnungen.“

 

Daniel Stricker, Pressesprecher der Finanzbehörde, zum Hintergrund der Baumaßnahmen:


 

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