Ministerpräsident zu Besuch in Görlitz
Der sächsische Ministerpräsident Stanislav Tillich informierte sich bei einem Besuch im Städtischen Klinikum Görlitz über die wirtschaftliche, medizinische und strategische Entwicklung des Schwerpunktkrankenhauses. In einer Rede vor Mitarbeitern, Patienten und Vertretern des öffentlichen Lebens der Stadt ging er auch auf die wirtschaftliche Entwicklung in Görlitz und dem Freistaat ein.
Die demografische Entwicklung wird die größte Herausforderung sein, die in Ostsachsen in den nächsten Jahren zu bewältigen ist. Andere Regionen und Bundesländer werden auf die Lösungsansätze schauen, die hier zuerst zu entwickeln sind. Im Gegensatz zu den sächsischen Ballungsräumen, werden der Bevölkerungsrückgang und der Anstieg des Durchschnittsalters im Osten zuerst zu spüren sein. Stanislav Tillich verdeutlichte mit diesen Aussagen die strategischen Handlungsschwerpunkte für die Region.
In Bezug auf die wirtschaftliche Entwicklung in Sachsen warnte er vor überzogenen Erwartungen in Bezug auf das Konjunkturpaket. Der Freistaat habe für den Zeitraum 2009/2010 6,6 Milliarden Euro an Investitionsmitteln eingeplant. Das Konjunkturpaket verspreche lediglich zusätzliche 800 Millionen für den gleichen Zeitraum. „Ich bin mir sicher, dass wir relativ zügig bis Ende Februar auch dem Landkreis Mittel aus dem Konjunkturprogramm zur Verfügung stellen können. Hier vor Ort muss dann entschieden werden, welche Projekte damit umgesetzt werden sollen.“
Der Ministerpräsident regte im Bereich der Wirtschaft eine stärkere Vernetzung von branchengleichen Unternehmen an. So könnten Synergien erschlossen, know how und Spezialisten ausgetauscht und Märkte gemeinsam erschlossen werden. Im Hinblick auf die wirtschaftliche Entwicklung in der Region und in Sachsen zeigte er sich optimistisch.
„Wir haben hier mit Bombardier und Siemens zwei hervorragende Unternehmen vor Ort. Die Zulieferer, die davon profitieren, dass es die zwei großen Unternehmen hier am Standort gibt, sind darauf angewiesen, dass es diese beiden Unternehmen funktionieren.“
Außerdem gibt es eine Vielzahl kleiner und mittelständischer Unternehmen, die mit Kreativität neue Nischen für sich erschließen. Dieses wirtschaftliche Engagement der Sachsen macht den Ministerpräsidenten zuversichtlich, dass diese Unternehmen auch dieses Jahr überstehen.











